Freiburg. Die katholische Kirche feiert am 15. August weltweit das Fest Mariä Himmelfahrt – im ganzen Gebiet der Erzdiözese Freiburg findet das Hochfest seinen eigenen Ausdruck. Vom Schwarzwald bis zum Bodensee, von der Ortenau bis zum Madonnenland entfaltet sich ein buntes, lebendiges Bild marianischer Frömmigkeit. Traditionsreiche Wallfahrtsorte, feierliche Prozessionen und festlich geschmückte Kirchen prägen im ganzen Erzbistum das Bild des Hochfestes.
Ebenso sind zahlreiche Kirchen im Gebiet der Erzdiözese Freiburg der Gottesmutter geweiht, wie auch das Freiburger Münster „Unserer Lieben Frau“. Hier verdichtet sich, was in der ganzen Erzdiözese spürbar ist – die tiefe Verbundenheit der Menschen mit Maria. Jahrhundealte religiöse Traditionen werden mit lebendigem Brauchtum und regionaler Identität verbunden.
Freiburger Münster: Abschied von Weihbischof Würtz

Zum Patrozinium wird Erzbischof Stephan Burger im Freiburger Münster ab 10.00 Uhr ein Pontifikalamt feiern, das per Livestream (www.ebfr.de/livestream) übertragen wird. Die traditionelle Kräuterweihe ist fester Bestandteil der Liturgie – und zieht seit Jahrzehnten Gläubige aus der ganzen Region an, die duftende Sträuße aus bis zu 70 verschiedenen Heil- und Gewürzpflanzen mitbringen.
In diesem Gottesdienst findet auch die Verabschiedung von Weihbischof Dr. Christian Würtz statt, der zum neuen Bischof von Eichstätt ernannt wurde. Seine Ernennung zum Diözesanbischof war am 7. Juli bekannt gegeben worden. Christian Würtz war seit 2019 Weihbischof in Freiburg und zuvor Stadtdekan in Freiburg gewesen.
Außerdem wird um 18.30 Uhr eine Eucharistiefeier mit Kräuterweihe gefeiert, die ebenfalls per Livestream übertragen wird (www.ebfr.de/livestream). Um 20.30 Uhr wird ein Marienlob mit Lichterprozession rund um das Freiburger Münster stattfinden, mit anschließender Begegnung vor der Kooperatur am Münsterplatz.
Ausgewählte Feiern zu Mariä Himmelfahrt aus dem Erzbistum
- Kirchhofen: In der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt wird das Patrozinium am Vormittag mit einer Eucharistiefeier mit Primizsegen des Neupriesters Josef Straub, mit einer Marienvesper am Nachmittag und abends mit einer festlichen Wallfahrtsmesse begangen.
- Reichenau (Bodensee): Auf der Insel Reichenau ist der 15. August ein Inselfeiertag, der mit einer Parade der Bürgerwehr vor dem Münster St. Maria und Markus sowie einem Pontifikalamt im Münster und einer anschließenden Prozession gefeiert wird.
- Gengenbach (Ortenau): Der traditionelle Kräuterbüscheltag an Mariä Himmelfahrt beginnt mit der Kräuterweihe am Morgen, gefolgt von der Prämierung der schönsten Gebinde vor dem Rathaus. Am Nachmittag lädt ein Orgelkonzert in der Stadtkirche St. Marien dazu ein, Orgelmusik und Kräuterduft im bilderreichen Kirchenraum zu erleben.
- Zell am Harmersbach: Zur Wallfahrtskirche „Maria zu den Ketten“ pilgern traditionell mehr als 3000 Gläubige. Die Kirche liegt am Kinzigtäler Jakobsweg und ist auch unter Wandernden ein bekanntes Etappenziel.
- Leutershausen: Traditionsreich und festlich ist die Wallfahrt zur Schwarzen Madonna – seit über 250 Jahren pilgern am Mariä-Himmelfahrtstag zahlreiche Gläubige zur Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist. Der Tag beginnt mit einer feierlichen Wallfahrtsmesse und endet mit einem Festgottesdienst mit Kräutersegnung. Ebenso wird wie jedes Jahr eine Lichterprozession durch den gräflichen Schlosspark stattfinden.
- Madonnenland (Hardheim-Höpfingen, Odenwald): In zahlreichen Orten wird das Hochfest traditionell mit Gottesdiensten, Kräuterweihen und anschließenden Dorffesten begangen. So beginnt der Feiertag in der Kapelle am Schlempertshof mit Gottesdienst und Kräuterweihe – der Ausklang erfolgt mit einem offenen Grillfest.
- Todtmoos: In der Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau“ findet ab 20 Uhr ein feierlicher Gottesdienst mit Kräuterweihe statt, gefolgt von einer Lichterprozession um das Pauliner-Kloster.
Ein Fest mit 1500 Jahren Geschichte

Im Schwarzwald, am Hochrhein und am Kaiserstuhl binden Gläubige traditionell duftende Kräuterbüschel, die in den Gottesdiensten gesegnet werden – ein Brauch, der sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. So wird die Region am 15. August zum Schauplatz von Glauben, Gemeinschaft und Tradition.
(kas)









