Unsere Kirchen
St. Fidelis Villingen
Der Grundstein für die neue Fideliskirche wurde am 08.11.1953 gelegt. Nach den Plänen der Architektin Catharina Knuth aus Freiburg entsteht in rund einjähriger Bauzeit eine Kirche, die einschließlich der Empore etwa 2.200 Menschen Platz bietet. Der Turm hat eine Höhe von 24 m. Das Turmkreuz ruht auf einer vergoldeten Kugel. Es hat eine sichtbare Höhe von 3,80 m, ist aus Eisen gefertigt und wiegt rund 250 kg. Den Chorraum dominiert ein Mosaik, das zu beiden Seiten von jeweils fünf Farbfenstern eingerahmt wird. Das Mosaik stellt Jesus Christus als Weltenherrscher, den hl. Fidelis, die hl. Maria und die Symbole der vier Evangelisten dar.
In den Farbfenstern wird das apostolische Glaubensbekenntnis bildhaft umgesetzt. Am 14.11.1954 erfolgt die Einweihung der neuen Kirche.
Im Lauf des Jahres 1956 wird die Orgel auf der Empore eingebaut. Teile der Orgel aus der alten "Notkirche" werden dabei wieder verwendet. Im März 1958 erhält die Kirche ein neues Geläut mit 5 Glocken aus der Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg, die Glocken erhielten den Namen "Christkönig 3.100 kg, St. Fidelis 1.700 kg, St. Maria 1.200 kg, St. Elisabeth 850 kg und St. Bernhard 500 kg.
Im Lauf des Jahres 1956 wird die Orgel auf der Empore eingebaut. Teile der Orgel aus der alten "Notkirche" werden dabei wieder verwendet. Im März 1958 erhält die Kirche ein neues Geläut mit 5 Glocken aus der Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling in Heidelberg, die Glocken erhielten den Namen "Christkönig 3.100 kg, St. Fidelis 1.700 kg, St. Maria 1.200 kg, St. Elisabeth 850 kg und St. Bernhard 500 kg.
Bei der Kirchenrenovation von 1981 bis 1986 wurden folgende Maßnahmen ergriffen:
- 1981 Außenrenovation (Fenster, Dach und Außenanstrich)
- 1982 Innenrenovation (Fußbodenheizung, Umgestaltung der Tageskapelle, neue Bänke, neue Sakristei, Innenanstrich, Neugestaltung des Chorraumes)
- 1983 künstlerische Ausgestaltung der "Breisacher Schule" und Bildhauer Helmut Lutz
Durch den neu gestalteten Betonfries wurde eine Umklammerung von Altarraum und Gemeinde räumlich vorrangig eingebracht. Kapitellformung im Fries, je über den Säulen gebildet, schaffen geschmeidigere Einbindung der Wandauflage über den Säulen. In die offenen Stellen werden Sandsteine eingefügt, die im Sinne des Wortes schmückend und Thematisch 12 Edelsteine des himmlischen Jerusalem verkörpern. Der Fries geht im Chorraum in dem Sakramentsbau - Lebensbaum über, dessen Zentrum der Tabernakel einnimmt. Die Äste des Baumes sind gefüllt mit Blatt- und Rankenwerk - die Blätter des Lebensbaumes dienen zur Heilung der Völker. Edelsteine und Lebensbaum geben Hinweis auf die geheime Offenbarung des Johannes. Heilung folgt aus heiliger Handlung. Der Ambo, mit geschnitzer Holzauflage, zeigt die vier Evangelisten. Diese Darstellung nimmt bewußt Bildbezug zu den vier Lebewesen am Throne Gottes des großen Altarmosaiks. Die Kugelform - Erdkugel - Weltkugel im unteren Teil des Mosaiks wird vom Lebensbaum eingeklammert und schafft augenfällig Verbindung von damaliger und neuer Gestaltung.
Diese Verbindung weist auch auf das Wachsen und Streben von Irdischen zum Himmlischen hin. Die Pfaarrgemeinde selbst konnte dank der überaus großen Spendenfreudigkeit der Gemeindemitglieder 54,67 % der Gesamtkosten an Eigenmitteln aufbringen.

St. Konrad Rietheim
Die Gemeinde St. Konrad in Rietheim südlich von Villingen ist Filialgemeinde der Pfarrei St. Fidelis.
In einer Urkunde des Klosters St. Georgen aus dem Jahr 1094 wird der Ort Rietheim erstmals erwähnt. Seine Entstehung ist erheblich früher anzusetzen, vermutliche bestand eine Siedlung im 8. Jahrhundert.
Die Rietheimer Kirche findet erstmals im Jahr 1487 urkundliche Erwähnung. Über ihre Entstehung ist leider nichts bekannt. Kirchenpatron ist St. Konrad, der heilige Bischof von Konstanz (901-976)
Die Rietheimer Kirche findet erstmals im Jahr 1487 urkundliche Erwähnung. Über ihre Entstehung ist leider nichts bekannt. Kirchenpatron ist St. Konrad, der heilige Bischof von Konstanz (901-976)
Die Kirche St. Konrad gehörte in dieser Zeit noch immer zum fürstenbergischen Kirchdorf. Doch ist den Urkunden zu entnehmen, dass bereits im 17. Jahrhundert seelsorgerliche Unterstützung aus dem zu Österreich gehörenden Villingen kam. Die Villinger Geistlichkeit wirkte nach dem Dreißigjährigen Krieg bei der Wiederherstellung der Seelsorge in Rietheim kräftig mit uns stiftete liturgische Geräte, die von dem von württembergischen Soldaten am 6.7.1633 durch Niederbrennen zwerstärte Klästerlein St. German stammten. Aus einer Urkunde vom 22.7.1681 geht hervor, dass die Villinger Kapuziner seelsorgerlich in Rietheim tätig waren. Villinger Vögte verwalteten als "Heiligenpfleger" das Rietheimer Kirchenstiftungsvermögen.
Im Jahr 1671 erfolgt eine Renovation der Kirche. 1719 ließ der Kirchdorfer Pfarrer Jakob Diem den jetzigen barocken Chor errichten. Eine in der Wand über dem Seiteneingang des Chors der St. Konradskirche angebrachte Steinplatte überliefert seinen Namen.
1760 ließ die Gemeinde Rietheim den Altar von Bethingen ab dem Heuberg durch den Künstler Georg Ludwig Hugg malen und fassen und in der Kirche einbauen.
1760 ließ die Gemeinde Rietheim den Altar von Bethingen ab dem Heuberg durch den Künstler Georg Ludwig Hugg malen und fassen und in der Kirche einbauen.
1809/10 wurde die Sakristei angebaut. 1830-1833 und noch einmal 1861/62 wurde die Kirche umfassend renoviert. In das Jahr 1857 fällt die Erweiterung des durch eine Mauer eingefassten Gottesacker.
1873/74 wurde die Innenausstattung erneuert, die Kirche erhielt einen Hochaltar und eine Kanzel in neugotischem Stil, ferner ein neues Gestühl.
Gegen Ende des 18. Jahrhuderts bemühte sich Rietheim, zunächst vergeblich, darum, nach Villingen eingepfarrt zu werden.
Gegen Ende des 18. Jahrhuderts bemühte sich Rietheim, zunächst vergeblich, darum, nach Villingen eingepfarrt zu werden.

